Archiv der Kategorie 'Mc Mampf versteht Bahnhof'

Workshop zur Vorbereitung der Projekte auf den ostdeutschen Jugendgeschichtstag 2009

Hallo Zeitenspringer,

Wir befanden uns vom 11. bis 12.09.2009 auf dem Herbergsschiff „Koje“ zum Workshop.
Nach der Ankunft versammelten wir uns in einem großen Raum um uns alle vorzustellen. Es waren auch noch andere Jugendliche dabei, die aus anderen Städten kamen und die sich ebenfalls mit dem Projekt „20 Jahre Wende“ beschäftigen.

Nach der Vorstellungsrunde wurden wir über den Ablaufplan informiert. Anschließend fand ein Fotoshooting zum Thema Freiheitszug statt. Alle Jugendlichen beteiligten sich daran.

Zur Bildbearbeitung und Power Point Präsentation am Laptop bekamen alle am Abend eine Einführung und konnten sich selbst ausprobieren.

Am zweiten Tag trafen wir uns wieder alle zusammen in der Runde um den Tag zu planen. Anschließend haben wir uns in Arbeitsgruppen aufgeteilt. Unsere Gruppe, Sarah, Daniel, Nicole, Frau Ulbricht, Herr Gnauck und Herr Kintscher, hat sich zum Stand unseres Projektes verständigt und daran weiter gearbeitet. Es galt, die bevorstehenden Höhepunkte, wie zum Beispiel die Fahrt mit dem Freiheitszug am 1.10.2009 und die Präsentationen im Landtag Dresden und im Historischen Museum in Berlin, vorzubereiten.

Am Ende gab es noch eine Abschlussrunde, bei der die letzten zwei Tage ausgewertet wurden.
Wir Jugendlichen fanden die zwei Tage auf der „Koje“ sehr informativ, spannend und lustig.

Sarah Hering und Nicole Werner

DDR-Modenschau

Hallo Mitspringer,

etwas verspätet nun unser Blog für den Juli.

Der Juli war stressig! Da sind sich die Jugendlichen und Mitarbeiter von „mc mampf“ einig.

Gleich zu Beginn forderte die Projektwoche DDR (07. – 10. Juli) viel vom Team: Absprachen mussten vorbereitend getroffen werden, es wurden Kleidungsstücke, Haushaltsgegenstände, typische Rezepte aus der „Zone“ und viele Erfahrungen gesammelt.
Nach dem Zusammentragen kam dann die langwierige Aufgabe des Sichtens und Sortierens. Rezepte wurden berechnet und hitzig diskutiert. Konnte man der Kundschaft unserer Kantine wirklich eine Woche lange ein Essen vorsetzen, das viele heute nicht einmal mehr zu Hause kochen? Würden wir genügend Abnehmer finden? Kommt bei den Jugendlichen auch rüber, weshalb wir das machen? Das Improvisationstalent damals, als die Zutaten knapp waren. Die preisgünstigen Varianten vieler Speisen – zu Preisen, die heute unrealistisch sind.
Wie sich herausgestellt hat, waren die vielen Sorgen größtenteils unbegründet. So kostengünstig wie noch vor 20 Jahren sind die Zutaten selbstverständlich nicht mehr, aber die Speisen schmecken noch immer gut. Täglich gingen Leckereien wie bspw. Soljanka, Jägerschnitzel oder Grützwurst schneller weg als sonst das Standardangebot unserer Kantine. Alle Gäste unterhielten sich über die Gerichte von damals und die Umstände jener Zeit. Das blieb unseren Jugendlichen natürlich nicht verborgen, so wechselte man während des Verkaufs doch mehr Worte über das Angebot als für gewöhnlich. Auch das Wiedereinführen des Essenmarken-Systems wurde anfangs zwar kritisch begutachtet, weckte aber auch viele Erinnerungen und Emotionen, die mitgeteilt werden wollten.
Der Bereich „Fertigung“ sah sich und sein eigenes Projekt also als vollen Erfolg und konnte viel daraus gewinnen.
Die „Einkauf und Lieferservice“-Leute waren natürlich währenddessen nicht untätig. Es galt Speisekarten zu erstellen (auf vergilbtem Papier, mit Schreibmaschinenschrift und in Mark-Preisen), die Dekoration für die Kantine und den Schaukasten herzurichten sowie ein paar Erläuterungen zu Exponaten herauszusuchen. Ganz nebenbei liefen die Vorbereitungen der Modenschau natürlich auch.

Neben der Hektik der Projektwoche selbst mussten also noch Proben gemacht werden. Die Kleidung wollte gewaschen und gebügelt sein, die Musikbeschaffung stellte bei manchen Liedern eine kleine Hürde dar… die Liste ließe sich fortführen.

Und schließlich: Die Generalprobe. Sie hätte schlimmer nicht sein können. 

Doch mit einem weisen Spruch seitens unserer Chefin, war die Motivation schnell wieder hergestellt. „Wenn die Generalprobe schief geht, dann wird die Aufführung super!“ Mit frischem Mut ging es also an die Verbesserungen.

Am 10. Juli, um 10:30Uhr war es dann so weit. Auf dem Innenhof der QAD mbH in Dresden wuselten unzählige Jugendliche mit blank liegenden Nerven rum. Das Publikum stand bereits wartend hinter der Absperrung, die den „Laufsteg“ markierte. Wer nicht aktiv an der Vorführung teilnehmen wollte, half im Hintergrund. Beispielsweise am Buffet oder der Tonanlage.
Die Moderatoren waren nicht weniger aufgeragt als die Models – und plötzlich war alles vorbei.
Es wurde viel gelacht, manches wurde wehmütig angesehen und andere „Bilder“ erzeugten einen kleinen Schauer aufgrund der Erinnerung an die vergangene Zeit. Eine ganz besondere Stimmung erfasste sowohl unsere Teilnehmer als auch die Zuschauer. Und für manche Mitarbeiter doch recht überraschend kam dann die Frage: Und wann machen wir die nächste Modenschau?
Hoffentlich nicht so schnell, dachten viele. Denn in solchen Momenten weiß man den Alltag zu schätzen. Wiederholen wollen wir es irgendwann trotzdem alle. Denn die 45Minuten machten sehr viel Spaß.

Anzusehen ist ein kleiner Ausschnitt unter http://www.regio-tv-stream.de/dresdenfernsehen/drehscheibe/?date=20090710 .

Wo is die Zeit nur jeblieben? Wo, wo, wo…?

Hallo Leser und Mitspringer,

diesmal gibt’s gleich zwei Beiträge unserer Teilnehmer. Die beiden Texte werd ich einfach untereinander dieser kleinen Einleitung anfügen.
Freitag ist die Modenschau.. das wird rocken. =)
Freut Euch schon einmal auf die Bilder und den Eintrag zu dem kleinen Highlight.

also dann.. Grüße vom Praktikanten

Zeitzeugen Talkrunde

Am Sonnabend, den 13.06.09 um 15.30 Uhr fand im Hebbelbad die Talkrunde mit Zeitzeugen zum Zeitensprüngeprojekt „mc mampf versteht Bahnhof“ statt.
Zuvor hatten wir Jugendlichen alle Vorbereitungen zu treffen. Wir bauten die Bühne und die Soundanlage auf und haben Tische und Bänke für die Gäste bereitgestellt.
Am Beginn der Veranstaltung nahmen auf der Bühne dann der Moderator, unsere Projektleiterin und drei Zeitzeugen Platz. Sie berichteten vom Leben in der DDR und insbesondere über die Wende. Aus dem Publikum kamen auch noch Argumente zum Thema.
Ich finde es interessant etwas über die DDR zu erfahren, fand es aber schade, dass es nicht so gut rüberkam. Dokumentationen sind meiner Meinung nach ausdrucksvoller in ihrer Aussage.
Nach der Veranstaltung haben wir wieder die Bühne, die Soundanlage, die Tische und die Bänke abgebaut und im Transporter verstaut.

Daniel Pinkert

Talkrunde

Projektwoche Nr. … wir haben aufgehört zu zählen

Hallo Zeitenspringer,

wir haben in der Woche vom 22. bis 26.06.09 unsere Projektwoche durchgeführt.
In gemischten Gruppen wurde täglich gearbeitet, nachdem am Morgen der Arbeitsplan aufgestellt und besprochen wurde.
Eine der Gruppen hat für die Vorbereitung der DDR-Woche z.B. Poster zu DDR-typischen Erzeugnissen und Küchengeräten gestaltet. Eine andere Gruppe gestaltete die Kantine DDR-mäßig um. Ich fand einige Sachen neu, einiges war mir auch bekannt. Unsere Kantine sieht jetzt total anders aus.
Ein wesentlicher und wichtiger Schwerpunkt in der Woche war die Vorbereitung zu unserer DDR-Modenschau. Wir haben die Idee zum Bühnenbild praktisch umgesetzt, d.h. selbst Hand angelegt, geschnitten, geklebt und gemalert. Die Kostüme wurden zusammengesellt und Zubehör bzw. wichtige Utensilien angefertigt. Anschließend wurde alles anprobiert und getestet. Wir überlegten wie die Bilder umgesetzt und in welcher Reichenfolge diese richtig passen könnten, damit der Sinnzusammenhang gegeben ist. Zur Untermalung der einzelnen Bilder wurden typische Musiktitel aus der DDR und zum Thema des Bildes passend ausgewählt, die unsere Models zum Agieren auf der Bühne anregen.
Am Freitag, dem letzten Tag der Projektwoche, war dann die erste Generalprobe. Dabei ist uns aufgefallen, dass zwischen den einzelnen Bildern Zeit zum Umziehen notwendig ist und deshalb an diesen Stellen die Moderation helfen muss. Diese Arbeit soll in den nächsten Tagen noch erfolgen.
Mir hat die Woche sehr viel Spaß gemacht. Insbesondere das Malen und das tägliche gemeinsame Essen waren ganz cool.

Jan Gorzelitz
Zeitenspringer
JW „mc mampf“

…und immer daran denken:
Für Fehler und Schrift haftet der Stift.

Bahnhofsgespräche

Nachdem unsere Jugendlichen ihre Sicht auf unsere Arbeit immer so fleißig bloggen, wieder einmal ein kleiner Bericht seitens der Mitarbeiter.
Wie bereits durch Sarah erwähnt, haben wir von Loredana einen Vortrag gehört, der die Ereignisse am und um den Dresdner Hauptbahnhof im Oktober ’89 schildert. Viel Grundlagenwissen über die Lebensumstände in der DDR und natürlich wie es zu den Unruhen bzw. Unzufriedenheiten in der Bevölkerung kam, war den Jugendlichen nicht bekannt. Die anschließende Diskussionsrunde sowie der vorgelesene Erfahrungsbericht eines Demonstranten jener Zeit, haben die Jugendwerkstattteilnehmer sehr gut angenommen – so konnten sie sich ebenfalls ein sozialkritisches Bild der Lage machen. Für uns ist es dabei auch wichtig zu erwähnen, dass die kritische Denkfähigkeit bei diesem Thema sichtbar geschult wird. So hinterfragen viele der Jugendlichen die ihnen gegebenen Informationen, anstatt sie einfach nur aufzunehmen.

Im Projekt selbst ging es auch mit großen Schritten voran. Die Diskussionsrunde – für welche wir Prof. Dr. Matthias Pfüller als Moderator gewinnen konnten – wird nun am bereits angekündigten Termin im Hebbelbad stattfinden. Unter anderem haben sich Herr Haufe (Geschäftsführer der QAD mbH) und weitere Mitarbeiter der Stadt Dresden als Zeitzeugen gemeldet. Wir hoffen auf gutes Wetter, reges Interesse und viele Besucher.

Um den Zeitensprung in die DDR für unsere Jugendlichen greifbarer zu gestalten, ist für Mitte Juli dieses Jahres eine Modenschau mit Originalkleidung der „Generation Ost“ angesetzt. Der genaue Termin und ein passender Ort werden noch gesucht. Zu gegebener Zeit wird dann aber beides über diesen Blog und die Presse bekannt gegeben werden.
Mithilfe vieler Leihgaben von Freunden, Kollegen, der Familie und auch eines Museums, soll eine möglichst große Authentizität erzielt werden. Natürlich kommt auch bei den Vorbereitungen schon viel Spaß auf. Nicht selten fiel der Satz „das is ja cool“ beim Anprobieren der Leihgaben (die natürlich ALLE anprobiert werden mussten :) ). So kamen insbesondere die jungen Damen schnell auf den Geschmack der Mode von damals. Denn es war eben nicht alles schlecht, was aus dem Osten kam.

Da neben Textilien auch viele Alltagsgegenstände den Weg in unsere Räumlichkeiten fanden, wird vom 06.07. bis zum 10.07.2009 eine Projektwoche unter dem großen Themengebiet „DDR/Wendezeit“ in der Jugenwerkstatt (Könneritzstraße 25, 01067 Dresden) stattfinden.
Es sind natürlich jederzeit auch Besucher, die nicht in der QAD mbH arbeiten, gerne gesehen. Der Versuch der Nachbildung einer typischen DDR-Kantine erwies sich als sehr schwierig – das hinderte viele ambitionierte Teilnehmer unserer berufsvorbereitenden Maßnahme jedoch nicht, die betriebsinterne Kantine mit Exponaten der Vergangenheit ein wenig näher zu bringen. So wird man sich in der zweiten Juliwoche neben dem Alu-Schnellkochtopf und Sonja-Eierbechern auch auf viele vertraute Speisen freuen dürfen. Soljanka, Grützwurst mit Sauerkraut und Kalter Hund finden wieder Einzug in das Angebot der Kantine.

Die weiteren Projekte im direkten Bezug auf das Ost-Erlebnis werden beim nächsten Bloggen bekannt gegeben werden.
Nur so viel sei verraten: wir freuen uns auf einen Museumsbesuch, eine öffentlich Talkrunde mit Zeitzeugen und natürlich die sehnsüchtig erwartete Modenschau.

Ulbricht und Ulbricht

Wir hoffen, dass ihr ebenso viel Spaß und nachdenkliche Momente bei der Vergangenheitsaufarbeitung habt, wie es uns zuteil wird.

Mit der Kittelschürze durch die Stadt

Die Mitarbeiter der Jugendwerkstatt „ mc mampf“ haben uns am 07.05.2009 die Zeitschiene vorgestellt wie und wann was gemacht wird. Wie z.B.
am 13.06.2009 im Hebbelbad Cotta (am Hebbelplatz wo die Buslinie 80,70 und Tramlinie 2 fährt Richtung Gorbitz) eine Talkrunde ablaufen wird.
Unter anderem haben wir auch ein Vortrag von Loredana La Sorte und Herrn Matthias Gnauck gehört wo es darin ging über dem Vorfall vom Herbst 1989 wo die Demonstration am Hauptbahnhoff war. Am Ende hat Herr Gnauck noch eine paar Zeilen vom Buch „Chronik der Wende“ Vorgelesen was sehr Interessant war.
Ein paar Tage später hatten wir unsere Einteilung in 3 Gruppen:
1. Gruppe: Interview 2.Gruppe: Modenschau und die 3.Gruppe: Projektwoche DDR; jede Gruppe hat sich zusammengesetzt um Ideen zu sammeln und auszuarbeiten.
An dem Freitag darauf haben wir uns den Film „ Sieben Sommersprossen“ angeschaut wo es um eine Jugendliebe ging in der DDR.
Am 27.05.2009 haben wir alle Exponate und gesammelte Original-Kleidungstücke aufgelistet und angeschaut, zwischendurch haben wir Jugendlichen diese Kleidungstücke anprobiert und Bilder gemacht was auch sehr lustig war, aber es war auch sehr interessant zu wissen was die Leute in der DDR getragen haben .

Sarah Hering